
Fotos: Quickelsfoto Das ist die Emscher. Wer den Anblick des Flusses kennt, merkt schnell: Sowohl das V-förmige Betonbett als auch die beiden begehbaren, breiten Randstreifen des V-förmigen Betonbettes sind tief unter Wasser. Fürwahr: ein seltener Anblick. Der Deutsche Wetterdienst nennt die Begründung: In weiten Teilen des Landes lieferte der Dauerregen am Samstag 30-50 Liter Regen pro Quadratmeter, und in einem Streifen vom Niederrhein über das Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen, weiter zum Harz und nach Sachsen prasselten sogar bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter an diesem Samstag nieder. Ein stattlicher Wert. Gleichwohl: Dauerregen ist kein Wolkenbruch - das heißt: Die allermeisten Keller blieben am Samstag trocken. Unsere Kanalisationsrohre sind nämlich ausgelegt für folgenden, maximalen Sturzbach: emschervoll01100 Liter Regen in einer Sekunde auf einen Hektar Boden. Wie viel das ist? Tja, Sie fragen Sachen! Also, im Juli 2009, als ungewöhnlich viele Herner im Keller standen und Wasser aus demselben schöppten, da fielen etwa 350 Liter in einer Sekunde auf einen Hektar - unendliche 20 Minuten lang. Ja, Sie haben richtig gerechnet. Unsere Kanalisation müsste im Querschnitt verdreieinhalbfacht werden, damit Ihr Keller überhaupt eine Chance gehabt hätte bei diesem Sturzbach 2009. Und eine Verdreieinhalbfachung der Kanalisation hieße natürlich: Herne stünde kurz vor der Wiedereinführung des Bergbaus. Aber selbst wenn wir stadtweit mit einer gigantischen Kanalisation <b>...</b>
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