
Abkommandiert in den Ruhestand: Für Feuerwehrleute bedeutet das, eine Art zweites Zuhause zu verlieren. Denn für die meisten ist die Wache auch eine Familie. Die Berufsfeuerwehr ist eine der letzten Männerbastionen der Republik. Die ZDF Reportage hat über Monate hinweg einen Berufsanfänger begleitet - und einen, der aufhört. Standort: Köln-Chorweiler, Trabantenstadt, Feuerwehr-Einsätze zwischen Betonburgen, bei denen man nie weiß, was von oben herab geworfen wird. Für Männer wie ihn ist es leichter, eine Tür einzuschlagen als eine Krawatte zu binden: 'Das ist ein Paradeknoten, der muss mindestens 20 Mal halten', sagt Josef S. und blickt auf seinen Schlips hinab. Zuletzt trug der Feuerwehrmann ihn bei Beerdigungen. Jetzt braucht er ihn für eigene Zwecke: Josef S., genannt Jupp, Hauptbrandmeister, wird offiziell außer Dienst gestellt. 'Kein erhebendes Gefühl', wird er seinem obersten Boss sagen. Nicht nur Jupp sieht der Pensionierung mit gemischten Gefühlen entgegen. Seine Frau Zilli überlegt schon seit Monaten, wie das gut gehen soll, wenn der Gatte dauerhaft daheim sein wird. Einstweilen jedoch gibt Jupp auf seine letzten Tage noch Nachhilfe für den Nachwuchs. Hauke J. ist der Benjamin auf der Wache und muss noch viel lernen: über die Arbeit als Feuerwehrmann ebenso wie darüber, wie man sich in eine Männergemeinschaft einfügt, die durch 24-Stunden-Schichten zusammen geschweißt wird. Ein Wachwechsel in einem Alltag, der bestimmt wird von großen und kleinen Katastrophen <b>...</b>
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