
www.autorevue.at In Sachen Handwerkskunst (und kein anderer Begriff ist hier zulässig) auf die Continentals noch einmal gewaltig was draufgelegt. Es dauert 170 Stunden, bis 17 Kühe (oder besser deren Häute) und einige Quadratmeter Edelholz in einen Mulsanne passen. Wobei vor allem die Tiefe der Verarbeitungsqualität beeindruckt. Wo man auch hinblickt, darf man sich darauf verlassen: Metall ist Metall. Leder ist Leder, Kunststoff ein Unwort. Entwicklungschef Ulrich Eichhorn kann lange darüber referieren, wie kompliziert (und damit teuer) es heute ist, dass Lüftungsrosetten und Türgriffe tatsächlich aus Metall sind und nicht nur so aussehen. Und genau aus diesem Grund blieb es auch beim klassischen 6-3/4-Liter-V8. Laut Bentley-Chef Franz-Joseph Paefgen war es nie wirklich ein Thema, den Zwölfzylinder aus dem Continental -- dem in der Luxusliga nun wirklich nichts vorzuwerfen ist -- zu übernehmen: „Die Arnage-Kunden haben uns zu verstehen gegeben, wie sehr sie den V8 schätzen." Es ist ja wahrlich ein Koloss von einem Motor, der durch Turboaufladung noch an irrwitzigen Charakterzügen gewonnen hat. Allerdings hat der 6-3/4- Liter-V8 seinen Fünfziger bereits hinter sich, wurde noch von Flugzeug-Ingenieuren konstruiert. Außerdem stieß man bei der Überarbeitung auf das Problem, dass teilweise keine Konstruktionszeichnungen mehr auffindbar waren. Also entwarf man einfach der guten deutschen Ordnung halber den gleichen Motor noch einmal, unter Ausnutzung aller <b>...</b>
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