
Ägypten hat ein ehrgeiziges Ziel. Das Land will bis 2020 ein Fünftel seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien decken, vor allem aus Sonne und Wind. Damit schließt sich der Wüstenstaat einem Beschluss der Europäischen Union an. Die Voraussetzungen sind da: Sonne im Überfluss, und das Land ist auch als Standort für Windanlagen ideal. Ein Windpark-Projekt am Roten Meer zeigt, wie die Wende eingeleitet werden soll. 220 Km südöstlich von Kairo befindet sich der Windpark von Zafarana, der größte Ägyptens. Mit einer Leistungskapazität von mehr als 430 Megawatt, die teilweise schon seit 10 Jahren produzieren, ist Zafarana der größte Windpark Afrikas. Mit finanzieller Unterstützung aus Dänemark, Deutschland (KfW-Entwicklungsbank) und Spanien wurde dieser Windpark errichtet - an einem Ort, wo der Wind mehr als 8.5 m/s weht. 19 Studenten des Masterstudiengangs Erneuerbare Energien sollen das Projekt auch in der Zukunft vorantreiben. Ihr Studium ist ein gemeinsames Projekt der Universität Kairo und der Universität Kassel. Professor Adel Khalil hat große Erwartungen an seine Studenten. Sie kommen aus arabischen Ländern und aus Deutschland. Wir treffen die Studenten im März noch einmal. Diesmal an der Universität Kassel, wo sie Ihr Studium auch nach den Unruhen in ihrem Heimatland fortsetzen. Viele von ihnen hoffen, dass der Ausbau der Windkraft nun mit der neuen Regierung weitergeht.
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